aktualisiert am: 26/06/18
Jennifer (18) - eine wunderbare junge Dame und die Delphine Reisebericht Therapie März 2015 Friguia Park Tunesien
Nicht behindert zu sein, ist ein Geschenk, dass uns jederzeit genommen werden kann.
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6. März 2015, morgens gegen 2.00 Uhr - das Taxi steht abfahrbereit vor der Tür. Auf geht es zur 5. Delphintherapie überhaupt und zur 1. im Friguia Park Tunesien bei Branko Weitzmann. Wichtig - wir dürfen unsere Begleitung, meine Patentante Birgit Bliß, natürlich nicht vergessen. Alleine nur mit Mama - ne das geht wirklich nicht, dass schaffe ich einfach nicht, da brauche ich schon Hilfe - grins. Papa, na der muss doch arbeiten, also haben Papa und Mama meine Patentante gefragt und sie hat sofort "Ja" gesagt. Wir drei sind ja auch schon ein eingespieltes Team. Bei der 2. und letzten Therapie in Spanien war Birgit auch schon an unserer Seite. Frauenpower an die Macht - 10 tolle Weiber- Urlaubstage liegen vor uns. Ich hab erstmal sofort in den Urlaubsmodus gewechselt und die komplette Hinreise so gut wie verschlafen, sogar meine Lieblingsbeschäftigung das Essen, habe ich nur halb mitbekommen - grins. Gleich auf der Hinreise begannen für uns die kleinen und großen Abenteuer. Leider hat der Service am Flughafen in Paris vergessen mir meinen Rollstuhl während unseres Aufenthaltes dort zu Verfügung zu stellen und ihn gleich in den Flieger für Tunis verfrachtet. So musste erstmal ein für mich mehr oder weniger geeigneter Rollstuhl gefunden werden. Eigentlich habe ich einen mit für mich angepasster Sitzschale, das war jetzt natürlich nicht möglich, aber auch schon das zur Verfügung stellen eines Rollstuhles nur mit einem einfachen Bauchgurt, war für den Service dort eine Herausforderung und unser erstes kleines Abenteuer. Nach der Landung in Tunis wurden wir vom Reiseveranstalter in Empfang genommen und zum Hotel gebracht. Dort haben wir dann 2 Zimmer direkt nebeneinander bekommen und sogar mit Durchgangstür, was sowas von super und praktisch für uns war. Sonnabend stand dann für Mama die Aufgabe an uns ein Taxi für die täglichen Fahrten zum Friguia Park zu organisieren. Mithilfe und Dank des sehr netten Reiseleiters vor Ort haben wir noch für den selben Sonnabend + für den folgenden Montag bis einschl. Sonnabend ein Taxi organisiert bekommen mit Preisnachlass. Taxi ist da! Wir machen uns also das erste Mal auf den Weg zum Friguia Park, nicht nur um uns diesen und das Delphinarium mit den Delphinen mal anzusehen, sondern natürlich hauptsächlich auch um rauszufinden, wie lange wir bis dorthin bzw dann dort bis zum Delphina- rium brauchen. Übrigens hat der Taxifahrer solange wir dort waren auf uns gewartet. Monntag 09. März - auf zur ersten Therapieienheit mit Branko. Und schon erwartete uns das nächste kleine Abenteuer und eine Überraschung. Unser Reiseleiter hat uns noch einen anderen Taxifahrer mit einem größeren Taxi bestellt (Überraschung) - unser Monzef. Pünktlich um 9.00 Uhr stand Monzef pünktlich vor dem Hotel um uns zum Park zu bringen. Da wir etwas zu großzügig mit der Zeit geplant hatten, hat uns Monzef (sehr gut deutsch sprechend) noch zu einem kleinen Kaffee in einem kleinen Nachbarort eingeladen - das nächste kleine Abenteuer. Um 10 Uhr haben wir Branko vor dem Delphinarium getroffen und er hat nicht schlecht gestaunt, wie ich mich in den letzten 2 Jahren weiterentwickelt und rausgemacht habe, gewachsen und erwachsen geworden bin. Aber erstmal ab zum Umziehen, rein in gleich 2 Neoprenanzüge - ein kurzer und ein langer. Warum gleich 2? Das Wetter war regnerisch (wobei ab Dienstag das Wetter besser wurde) und das Wasser, wenn auch für die Delphine beheizt, für 30 Minuten doch noch zu kalt für nur einen Anzug. Um 10.30 Uhr ging es dann pünktlich ab ins Wasser - das erste Mal "Hallo" sagen zu den beiden Delphindamen "Luna" und "Honey". Beide werden und haben mich auch die kommenden 5 Therapietage im Wasser begleiten/t. Der Ablauf der Therapie ist genau der selbe wie in Spanien - 10 Minuten zum "Ankommen" im Wasser, "Hallo"-Sagen zu "Luna" und "Honey" und gleich etwas Laufen. In den folgenden 10 Minuten hat Branko therapeutisch mit mir gearbeitet, z. B. an meiner Körperwahrnehmung, Ausstrecken der Arme und Handgelänke sowie an den Handöffnungen, alles aber selbstverständlich komplett im Wasser, allerdings etwas flacherem, und umschwommen von den beiden Delphindamen und voll in Aufnahmefunktion der Ultraschallwellen. Zum Abschluss ging es dann wieder ab zum Spielen, Streicheln, Rufen und Kuscheln mit Luna und Honey ins tiefere Wasser für 10 Minuten. Was die Ultraschallwellen damit zu tun haben? Na die sind es doch, die meinen Körper in den Zustand der größtmöglichen Aufnahmefähigkeit für die therapeutischen Übungen von Branko versetzt - ein "Türöffner" für meinen Körper. Mehr Informationen erhalten Sie in den Büchern "Das große Buch der Delphintherapie" - ISBN 978-3-942971-04-1 sowie "Delphin-Kinder" ISBN 3-8025-1701-3, beide geschrieben von Branko Weitzmann (www.brankoweitzmann.com und www.brankoweitzmann-tunesien.com). Am Nachmittag ging es ins nächste Abenteuer - Erkundung der Medina. Im März ist in Hammamet noch keine Hochsaison und somit wird gleich jeder Tourist zur potentiellen "Käuferbeute". Das war gar nicht so einfach für Mama und Birgit, aber wir haben uns dort gemeinsam prima durchgekämpft. Die anschließenden Therapietage waren dem ersten entsprechend, wobei ich von Tag zu Tag besser mitgearbeitet habe. Während die Vormittage natürlich für mich körperlich anstrengend waren, habe ich in den anschließenden Stunden der folgenden Tage ganz viel neues mit allen anderen Sinnen aufgenommen - neue, fremde Dinge sehen, riechen, schmecken, erleben. So ist Monzef mit uns am Dienstag direkt nach der Therapie in ein abgelegenes verlassenes Berberdorf in den Bergen gefahren. Dort wohnen heute nur noch 3 Familien und die sind dort so hilfsbereit - kein schräges Ansehen oder "Oh mein Gott, dass ist ja so traurig - das arme Kind" (Wieso auch? Mir geht es prima, ich genieße mein Leben und bin gesund, zwar körperlich und geistig immer auf Hilfe angewiesen, aber gesund) - nein, da war ein junger Mann, der gleich mit angefasst hat und mitgeholfen hat, mich in meinem Rolli den steinigen Berg hinauf zu schieben. Auf dem Weg zum Dorf hat uns Monzef erstmal was zu Essen besorgt - ein frisch gebackenes hausgemachtes Fladenbrot - man war das Lecker. Da mussten Mama + Birgit zusehen, dass ich ihnen noch was übrig lasse. Auf dem Rückweg war ich dann doch so k o, dass ich fast im Auto geschlafen hätte. Mittwoch hatten wir mal einen anderen Taxifahrer - Monzef war anderweitig beschäftigt, aber er hat sich zwischenzeitlich erkundigt, ob alles in Ordnung ist + alles geklappt hat. Und weil wir nichts spezielles für diesen Nachmittag erstmal vorgehabt hatten, haben wir uns im Anschluss an die Therapie die Delphinshow angesehen - klein, aber fein und steckt noch in den Anfängen und trotzdem sehr zu empfehlen. Auf ins nächste Abenteuer ging es für uns dann am Donnerstag - wir machten einen Ausflug nach Nabeul. Auf dem Weg haben wir noch Monzefs Frau kennengelernt. Sie musste auch nach Nabeul und so haben wir sie von zu Hause abgeholt. In Nabeul gab es erst einmal etwas zu Essen in einer typischen tunesichen Fast-Food-Kette - keine Touristen (außer uns) nur Tunesier - spannend. Danach ging es dann auf in die Medina. Auf dem Weg dorthin haben wir gelernt, dass es für Rollstuhlfahrer am einfachsten ist, auf der Straße zu gehen, wobei die Tunesier deswegen keine Hupkonzerte anstellten oder ähnliches, es wurde Rücksicht genommen. Durch die Medina sind wir ohne Monzef an der Seite durchgegangen und ehrlich - Mama und Birgit hatten doch etwas Angst und waren so froh, dass wir Monzef und seine Frau dann auch dort wieder trafen. Er hat also die ganze Zeit irgendwie ein Auge auf uns gehabt und auf uns aufgepasst. Auf dem Rückweg hat Monzef dann nochmal extra für uns an einem einheimischen Gewürzladen angehalten, in welchem die Tunesier einkaufen und da hat unsere Birgit erstmal kräftig für uns alle zugeschlagen. Man hat das nach Gewürzen im Auto geduftet und das hausgemachte Harissa ist einfach die Wucht. Ich mag es ja gerne so richtig schön scharf und würzig - hmm, lecker. Eines hatten wir uns von Hammamet noch gar nicht so richtig angesehen - den Hafen, dafür haben wir uns Freitag nach der Therapie die Zeit genommen und auch um nochmal in die Höhle der Löwen in der Medina zu gehen und Mitbringsel für zu Hause abzustauben. Sonnabend - die letzte Therapiestunde, Branko und ich hatten richtig viel Spass im Wasser und Mama hat fast geweint - vor lauter Überwälti- gung, Glück und auch Abschiedsschmerz. Damit der aber nicht so richtig durchkommen konnte, sind wir am Nachmittag (nach dem Koffer- packen und meinem Päuschen) nochmal so richtig schön shoppen gewesen. Das Handeln macht Mama aber auch so richtig schön Spaß. Dann war es leider wirklich Zeit für den Abschied - Sonntag früh um 2.00 Uhr hieß es aufstehen, die restlichen Sachen einpacken, noch etwas frühstücken - obwohl ich noch überhaupt keinen Hunger hatte und auf das Abholtaxi warten. Kurz nach 4.00 Uhr war es dann da und selbst auf der Fahrt zum Flughafen hatten wir noch unser eigenes kleines Abenteuer. Auf einmal hielt das Taxi an und der Fahrer versuchte uns auf englisch zu sagen, dass wir hier einen Fahrerwechsel haben und auf diesen warten müssten, wobei wir nicht wussten, wie lange das sein würde. Da wurde es Mama und Birgit auch wieder etwas mulmig zumute, naja man weiss ja nie. Aber keine 2 Minuten später war der andere Fahrer da und hat uns ohne weitere Vorkommnisse zum Flughafen gebracht. Dort wurden wir dann sofort von einem Betreuer des Reiseveranstalters in Empfang genommen, später an jemandem vom Bodenpersonal übergeben, so dass wir bis zuletzt Rund um versorgt waren. Wir möchten uns sehr, sehr herzlichst für die liebevolle, hilfsbereite und herzliche Aufnahme, Hilfe, Betreuung und Begleitung durch zu allererst mal unsern wundervollen Taxifahrer und Wegbegleiter Monzef, dann Nora - sie hat sich wirklich so wundervoll um uns an der Rezeption gekümmert, das Servicepersonal im Restaurant und an der Bar vom Hotel Medina Solaria und natürlich auch unseren Reiseleiter Mohamed vom Reiseveranstalter. Ein ganz besonderer und wirklich großer herzlicher Dank gilt aber Branko Weitzmann - Danke für eine weitere Delphintherapie-Möglichkeit für unseren größten Schatz auf der Welt unsere große Jenni. Danke an Sven - der Leiter des Delphinariums, dass er Branko die Möglichkeit für dieses neue Therapiezentrum ermöglicht hat und wir auch schon mal am ersten Sonnabend einen Blick aufs Delphinarium haben werfen dürfen. Und natürlich den beiden speziellen Delphindamen Luna und Honey. Aber nur mit Ihrer finanziellen Unterstützung und Hilfe war diese weitere Delphintherapie möglich. Ein so großes herzliches DANKESCHÖN, wie Mama und Papa das Ihnen vermitteln möchten, kann man in Worte gar nicht richtig fassen. DANKE für Ihre Hilfe!!!!! Ihre Jennifer Wiechmann + Familie
aktualisiert am: 27/06/18
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